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28. Februar 2017

Transgourmet-Wettbewerb 2016

Wie kann Senioren in stationären Einrichtungen zu mehr Lebensqualität verholfen werden? Welche Bedeutung hat das Thema Essen für das geistige und körperliche Wohlbefinden der Bewohner? Und was bedeutet "emotionaler Genuss" in diesem Zusammenhang? 

Antworten auf diese Fragen und viele praktische Tipps für die individuelle Umsetzung lieferte das Unternehmen Transgourmet, Lieferant und Zustellgroßhandel in der Gemeinschaftsverpflegung, mit einigen Senioreneinrichtungen aus dem Raum Niedersachsen im Rahmen eines gemeinschaftlichen Wettbewerbs "Vom Kostenfaktor zum Glücksfaktor – Wettbewerb für emotionale Genusskonzepte in der Seniorenpflege".

Das Konzept "emotionaler Genuss" wurde in diesem Kontext durch Transgourmet entwickelt und stellt einen völlig neuen Ansatzpunkt in der Verpflegung von Senioren in stationären Einrichtungen dar. Wird das Thema Verpflegung bisher zumeist als Kostenfaktor angesehen, so zielt dieser Ansatz darauf, den emotionalen Wert von Mahlzeiten und ihren Zubereitungsprozessen zu erkennen und gewinnbringend für die Einrichtungen und ihre Bewohner einzusetzen. Dazu gehören integrative Konzepte, bei denen die Bewohner den Speiseplan mitgestalten, beim Kochen und Backen tatkräftig unterstützen oder alte Rezepte und Zubereitungsweisen aus ihrer Kindheit einbringen. Das Ergebnis für die Einrichtungen ist außerordentlich positiv, die emotionale Rendite überzeugend: Das Gefühl, gebraucht zu werden, steigert das Wohlbefinden der Senioren, was wiederum auch zur Linderung von Symptomen führen kann.

Der Ansatz, Verpflegungskonzepte als Imagefaktor zu erkennen und einzusetzen, ist Transgourmet wichtig: „Es geht bei diesem Projekt um zwei Dinge: Erstens möchten wir, dass sich die Senioren in Einrichtungen wohler fühlen und wir wissen, dass das über den Faktor Essen funktioniert. Zweitens wollen wir, dass die Einrichtungen erkennen, dass davon nicht nur die Bewohner, sondern alle Beteiligten profitieren. Diese Erkenntnis wollen wir weitergeben und so bekannt wie möglich machen.

Bei dem o.g. Wettbewerb mit von der Partie war auch das Haus Wiesental mit Ihrer Küchenchefin Fr. Susanne Meyer.

„Regelmäßige Projekte wie das wöchentliche Kochen und Backen mit Bewohnern oder saisonale Events wie gemeinsam Erdbeeren pflücken und zu Marmelade verarbeiten finden seit Jahren erfolgreich in unserer Einrichtung statt“, berichtet unsere Küchenchefin Fr. Meyer aus den bisherigen im Haus stattfindenden Aktivitäten.

In diesem Wettbewerb galt es, neue Ideen zu entwickeln und konkret umzusetzen. Durch eine Fortbildung zur Kräuterexpertin kam unserer Küchenchefin Fr. Meyer die Idee:

Was reizt die Sinne und steigert den Genuss beim Essen mehr als Kräuter? Hierbei ging es nicht nur um den Einsatz von Kräutern im Küchenbereich, sondern um den Anbau, die gemeinsame Pflege im Garten, die Ernte, das Trocknen des Krautes, die Lagerung, die vielseitige Verarbeitung und die Vermarktung der selbst angefertigten Produkte auf unserem alljährlichen Basar im Haus.

Damit das Konzept auch wirklich in die Praxis umgesetzt werden konnte, habe ich mich auf ein Kraut spezialisiert. 2016 war bei uns sozusagen das Jahr des Lavendels.

Ohne die Motivation und Mithilfe der Bewohner und Mitarbeiter wäre das erarbeitete Konzept natürlich nicht aufgegangen. So aber konnten wir gemeinsam tolle Produkte genießen und interessierten Besuchern anbieten.

Lavendel-Erdbeermarmelade, Lavendelzucker als Gewürz beim Backen, Lavendel-Badesalz, Lavendelessig für die feine Salatküche, sowie selbst genähte Lavendel-Duftsäckchen gegen Motten konnten im November letzten Jahres präsentiert werden. Die beruhigende und positive Wirkung des Krautes konnte man in einer kleinen informativen Broschüre kennen lernen. Die Teilnahme am Wettbewerb war eine Herausforderung und ein Ansporn für Fr. Meyer, auch in Zukunft ein kleines Stück „emotionalen Genuss“ für unsere Bewohner zu schaffen und vielleicht in diesem Jahr das Konzept mit anderen Kräutern auszubauen.“

Auf eine Fortsetzung dürfen wir gespannt sein…

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